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„…mehr vorwärts als rückwärts schauen…“ – Das deutschsprachige Exil in Brasilien 1933 – 1945

Eine Ausstellung des Deutschen Exilarchivs 1933-1945 der Deutschen Nationalbibliothek im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek Hagen (Universitätsstraße 23, 58097 Hagen) vom 22.10.2014 – 02.12.2014, kuratiert in Kooperation mit Marlen Eckl

(Öffnungszeiten: Mo-Do 9-19 Uhr, Fr 9-16 Uhr, Sa 9-13 Uhr)

Hagener Forschungsdialog Ausstellungseröffnung am 22.10. 2014, 18 – 21 Uhr
- 18 Uhr: Führung durch die Ausstellung im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek
- 19 Uhr: Einführungsvortrag und Lesung in der Ellipse im ehemaligen TGZ (Universitätsstr. 11, 58097 Hagen):
-- Einführungsvortrag von Dr. Sylvia Asmus (Deutsches Exilarchiv 1933-1945)
-- „Träume noch jede Nacht, jeden Tag von dem Land“ – Richard Saringer und Dr. Peter Schütze lesen Brasilien-Texte deutschsprachiger Exilschriftsteller

Der Eintritt zur Ausstellung und Lesung ist frei.

Die Ausstellung und Eröffnungsveranstaltung findet unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität statt, die Eröffnungsveranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hagen und Umgebung e.V. und der Jüdischen Gemeinde Hagen.

Zwischen 1933 und 1945 fanden annähernd 20.000 deutschsprachige Exilanten in Brasilien Zuflucht. Stefan Zweig (1881-1942) war unter ihnen sicherlich der prominenteste Flüchtling.

Die Ausstellung „…mehr vorwärts als rückwärts schauen… - Das deutschsprachige Exil in Brasilien 1933-1945“ dokumentiert dieses Geschehen in zehn Kapiteln. Sie thematisiert den Werdegang der aus dem nationalsozialistischen Machtbereich Geflüchteten und ihre Integration in die brasilianische Gesellschaft. Behandelt werden die politischen Aktivitäten der Exilanten, der Aufbau von jüdischen Gemeinden und die Entstehung von ländlichen Siedlungen. Besonders eindringlich sind die in der Ausstellung präsentierten Filminterviews mit Exilanten und deren Nachkommen.

Die in Brasilien ansässig gewordenen Flüchtlinge wirkten erfolgreich als Brückenbauer zwischen ihrer neuen Heimat und Deutschland. Es entstand ein Kulturaustausch, der bis in die Gegenwart weiterreicht.

Richard Saringer und Peter Schütze lesen in der Eröffnungsveranstaltung am 22.10.2014 unter dem Titel „Träume noch jede Nacht, jeden Tag von dem Land“ literarische Texte und autobiografische Zeugnisse, die Stefan Zweig und Ulrich Becher in Brasilien schrieben. Stefan Zweigs Buch „Brasilien – Ein Land der Zukunft“ beeindruckt durch seine überaus lebendigen Schilderungen von Land und Leuten. Brasilien erscheint als friedliches und tolerantes Gegenmodell zu Europa, dem Kontinent, der damals von den Nazis mit Krieg und blutiger Verfolgung überzogen wurde. Stärker Stefan Zweig fängt Ulrich Becher (1910-1990) in seinem „Brasilianischem Romanzero“ die exotischen, afrikanisch und indianisch bestimmten Züge des Landes ein. Er schildert die üppige tropische Landschaft Brasiliens, afrikanische Kulte, den Karneval von Rio de Janeiro und die Armenviertel der Stadt.

Nachricht gültig bis 02.12.2014

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Letzte Änderung: 05.01.2014


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