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Klabund 1890 – 1928 – „Ich würde sterben, hätt ich nicht das Wort…“

Eine Ausstellung des Archivs der Akademie der Künste Berlin in der Universitätsbibliothek Hagen (Universitätsstraße 23, 58097 Hagen) vom 12.05.2015 – 23.06.2015

Hagener Forschungsdialog Öffnungszeiten: Mo-Do 9-19 Uhr, Fr 9-16 Uhr, Sa 9-13 Uhr

Ausstellungseröffnung am 12.05.2015, 18 – 21 Uhr:
- 18 Uhr: Führung durch die Ausstellung im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek
- 19 Uhr: Einführungsvortrag und Lesung in der Ellipse im ehemaligen TGZ (Universitätsstr. 11, 58097 Hagen)
-- Georg Schirmers, UB Hagen: Zwischen Brettl-Dichtung und asiatischer Philosophie – der Dichter Klabund
-- „Der Kunterbuntergang des Abendlandes“ – Gudrun Höpker und Gerd Buurmann lesen Gedichte und Prosa Klabunds.

Der Eintritt zur Ausstellung und Lesung ist frei. Die Veranstaltung findet unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität statt.

Die Ausstellung behandelt das kurze, von künstlerischen Aktivitäten überbordende Leben des Lyrikers, Dramatikers und Prosaschriftstellers Klabund (1890-1928), der mit bürgerlichem Namen Alfred Henschke hieß. Sichtbar wird ein Werk, das – reich an Witz, an Melancholie und Beobachtungsschärfe – bis heute zu fesseln vermag.

Klabund war einer der berühmtesten und zugleich produktivsten Autoren der Berliner „Roaring Twenties“. Fast alle namhaften Diseusen der Zeit sangen seine provokant-frechen Kabarettverse, prominente Kritiker verglichen seine Dramen und Erzähltexte mit den Werken von François Villon, Heinrich Heine und Frank Wedekind.

Seine größten Erfolge hatte der Dichter mit Texten, die er selbst eher für „Brotarbeiten“ hielt: mit Kabarettversen, die reich sind an politischen Spitzen und erotischen Anspielungen, mit Gedichten, die ohne epigonal zu sein, an die Lyrik von Heine und Wedekind, aber auch an die seiner Zeitgenossen Tucholsky, Mehring und Kästner erinnern.

Die Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung am 12. Mai 2015 wird darauf aufmerksam machen, dass die Spannweite von Klabunds Schaffen wesentlich größer ist. Georg Schirmers geht in seinem Einführungsvortrag auf Klabunds literarische Herkunft aus dem Berliner Frühexpressionismus ein und zeigt die Faszination auf, die der Dichter für die altchinesische Literatur und Philosophie empfand. Gudrun Höpker und Gerd Buurmann stellen in ihrer Lesung „Der Kunterbuntergang des Abendlandes“ nicht nur den Lyriker, sondern auch den hellsichtigen und witzigen Prosaautor Klabund vor. Seine Grotesken schildern das Leben der Bürger, der Bohème und der Armen in der Riesenmetropole Berlin, den Wahnsinn des Weltkriegs und die Einstellungen der Rechtsradikalen, die wenige Jahre nach dem Tod des Dichters die Macht in Deutschland eroberten.

Gudrun Höpker ist Schauspielerin und Moderatorin für WDR 2. Zurzeit steht sie mit ihrem Soloprogramm „Es könnte so schön sein“ auf den Bühnen Nordrhein-Westfalens.

Gerd Buurmann ist Schauspieler und Regisseur in Köln. Er ist Gründer des deutschlandweit aktiven Theaters „Kunst gegen Bares“.

Nachricht gültig bis 23.06.2015

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Letzte Änderung: 05.01.2014


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